Spielberichte

 

Spielbericht vom 13.04.11 der Damen gegen SV Holtebüttel II

Hurra, wir leben noch! Nach einigen Organisationsproblemen und Irretationen hat sich die Mannschaft in kürzester Zeit wieder gefunden und hat den schon guten Zusammenhalt nochmals verstärkt.

In der Vorbesprechung zum Spiel habe ich als Verantwortlicher eine starke Neugier begleitet von einer hohen Erwartungshaltung gespürt. Auf meine Frage, was uns denn heute motiviert, um dieses Spiel zu bestreiten, habe ich diesen festen Willen „heute zeigen wir es dem „alten Mann“ aber auch uns selbst“. Es gibt nichts Schöneres als die eigene Mannschaft vor Spiellust brennen zu sehen.

Errwartungsvolle Gesichter, das kribbelnde Warten auf die Aufstellung und endlich die Fahrt zum Stadion zeigten sich als große Geduldsprobe.

In der Warmmachphase gab es sicherlich noch die eine oder andere Undiszipliniertheit, die abgestellt werden muss. Alle Damen waren froh als der Schiedsrichter zum Anpfiff zeigte und das Spiel endlich begann.

Zum Spiel:

Das war sicherlich die beste Halbzeit, die ich von dieser Mannschaft gesehen habe. Einsatzfreude, Kampfgeist, füreinander einstehen, Spielwitz und Stolz waren für alle Zuschauer erkennbare Attribute an diesem Sport.

Aus einer sicher geführten Abwehr wurden über das fleißig arbeitende Mittelfeld im Sturm einige vielversprechende Chancen erarbeitet, die der sicher leitende Schiedsrichter in einer Spielsituation falsch entschieden hatte.

Die sehr ausgeglichene Partie wogte hin und her und es gab gute Chancen hüben wie drüben. Manchmal wurde unsere Nervosität durch übermotiviertes Agieren gesteigert und so mussten wir Sekunden vor der Halbzeit fast den Führungstreffer von Holtebüttel hinnehmen.

Nicht umsonst heißt es, nur der Tüchtige hat Glück. Mit einer ausgelassenen Stimmung ging es in die Kabine zur Halbzeitpause. Hier stellte der Coach fest, dass es gar nicht einfach ist, eine Versammlung von glücklichen Mädchen wieder zur Ordnung zu rufen. Manchmal tut es weh, diese Freude zu bremsen und alle wieder auf den Boden der Tatsachen zurück zu bringen, aber wir haben es gemeinsam geschafft uns auf die kommenden Aufgaben der zweiten Spielhälfte zu konzentrieren. Wir konnten unsere eigenen Kräfte gut einschätzen und waren uns im Klaren, dass es vielleicht noch zu einem konditionellen Einbruch kommt.

Mit frischem Mut und der Erkenntnis, wir können es doch, ging es in die zweite Halbzeit. Der Trainer hat in der Halbzeit noch vor den ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff gewarnt. Holtebüttel machte gehörig Druck und erarbeitete sich einen Eckball nach dem anderen. In der 52. Minute war es dann soweit. Nach einer Ecke, wo der Ball ohne Gefahr in den Strafraum flog, versuchten zwei unserer Mädels ihre Haarpracht vor dem anfliegenden Ball zu schützen und zogen Ruckartig den Kopf ein. Somit bedankte sich die sichtlich überraschte Holtebüttler Spielerin bei uns mit dem 0:1.

Alle üblichen Verdächtigen hatten jetzt sicherlich im Kopf, jetzt brechen die ein! Falsch, die Mädels haben weiter gekämpft und gerackert. Wiederum hat der Schiedsrichter durch eine klare Fehlentscheidung uns an der Chance, ein Tor zu schießen vereitelt.

Es dauerte bis zur 82. Minute, als unsere verdutzt schauende Torfrau einen harmlosen Ball zwischen Torpfosten und Beinen durchlies. Ich vermute, Elife war so begeistert von diesem Gefühl unter Flutlicht zu spielen, dass sie nicht auf den Ball geachtet hat. Spaß beiseite, das macht überhaupt nichts. Unsere Torfrau hat einen super Job gemacht und war immer da, wenn sie gebraucht wurde.

In der 90. Minute wurde der Endstand von 0:3 für Holtebüttel durch das Tor des Abends sicher gestellt. Unhaltbar ins obere Eck wurde ein schöner Fußballabend, in dem zwei sehr faire Damenmannschaften für Freude sorgten, beendet.

Meine Damen, mit solch einer Einstellung und Freude kann es weiter gehen. Ich bedanke mich bei allen Beteiligten, Betreuerin, Spielerinnen, Zuschauern und unserem Vorsitzenden, ohne die ein solches Vergnügen nicht zu Stande kommen kann.

Nach einer tollen gesamten Mannschaftsleistung sei es mir erlaubt auf einige Spielerinnen ein zugehen.

Liza, du hast eine tolle letzte Frau in der Abwehr gespielt und in Zusammenarbeit mit deinen Abwehrfrauen alles immer super organisiert.

Güzide, es hat mir Spaß gemacht, deine Laufbereitschaft, dein Kampfgeist und den festen Willen auf die Siegerstraße kommen zu wollen, zu sehen. Du hast alle anderen Spielerinnen mit deinem Einsatz motiviert und Vorbildcharakter gezeigt.

An alle Spielerinnen mein Dank für diesen tollen Einsatz. Ich kenne viele Hintergründe bei einzelnen Spielerinnen und ich kann es gar nicht hoch genug schätzen, was ihr gestern geleistet habt. Auch nach Rotenburg mein Dank, ein Sonnenschein der Freude und Spaß der aber auch unbändigen Einsatz in die Mannschaft bringt.

Nun lasst mich noch einen Dank an Gyrol und Arman richten. Jungs ihr habt gute Arbeit geleistet und ich habe das im spieltechnischen Bereich aber auch im taktischen Verhalten gespürt. Alle Mädels grüßen Euch und sagen DAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Für den kommenden Sonntag halte ich euch ganz fest die Daumen und hoffe, dass aus unseren gemeinsamen Erfahrungen aus diesem Spiel etwas mitgenommen wird.

Euer „alter Mann“

Verfasser Herbert Kamp