Spielbericht gegen Ottersberg III vom 29.05.2011
Heute hätten wir vermutlich nochmal 90 Minuten spielen können und hätten kein Tor geschossen. Es gibt so Tage da läuft gar nichts und der Gegner kommt zweimal vor das Tor und locht ein.
Taktisch sehr diszipliniert geht die Mannschaft in das für uns sicherlich entscheidende Spiel um einen eventuellen Aufstieg noch zu schaffen, hält den Ball in den eigenen Reihen und kontert blitzschnell den Gegner aus. Man überlässt Ottersberg III die Initiative und verschiebt gut im eigenen Raum. Der Gegner spielt in die Breite und verliert das eine ums andere mal den Ball durch unser gutes Stellungsspiel. Mitten in die immer sicher werdende Mannschaft gibt der sehr unsicher leitende Schiedsrichter einen Freistoß für Ottersberg. Diesen von der rechten Seite hereingegebenen Freistoß konnte ein Abwehrspieler nur abprallen lassen und der in der Nähe stehende Ottersberger Stürmer vollstreckte aus der Kurzdistanz zum 1:0 in der 29. Minute. Die Mannschaft brauchte nun einige Minuten, um sich von dem Schock zu erholen und in der 39. Minute hatte Emrullah die große Chance zum 1:1 auszugleichen. Alleine vor dem Torwart auftauchend, konnte dieser den Heber aus der Luft pflücken und die Situation entschärfen. So ging es mit dem Rückstand in die Halbzeitpause.
Die Mannschaft hatte eine sehr gute Moral und zeigte von ihrem ganzen Verhalten, dass sie das Spiel unbedingt drehen und gewinnen wollte.
Auf dem Platz zur zweiten Halbzeit angekommen, wurde ein 45 minütiges Powerplay auf des Gegners Tor durchgeführt. Es würde einige Zeilen an Inhalt füllen hier jede einzelne Chance aufzuführen, leider fehlte uns das Glück des Tüchtigen. Der immer schwächer werdende Schiedsrichter hatte sicherlich eine Grünschwäche, sonst hätte er die Tätlichkeit eines Ottergsberger Spielers, die vor seinen Augen stattfand, nach dem Regelbuch geahndet. Nur 10. Minuten nach Anpfiff zur zweiten Halbzeit kam Ottersberg einmal vor unser Tor und der Stürmer tunnelte den Torwart zum 2:0 in der 55. Minute. Die Mannschaft zeigte die richtige Reaktion und erhöhte den Druck noch mehr. Angriffswelle auf Angriffswelle rollte auf das Tor des neuen Tabellenführers, ohne jedoch die besten Chancen zu verwerten. Die Jungs wurden teilweise von Krämpfen geschüttelt und rappelten sich immer wieder auf, um das Spiel zu kippen. Hätten wir das Anschlusstor geschossen, ich möchte nicht wissen, was der Gegner noch entgegen setzen könnte. Das war ein Spiel auf ein Tor und meinen Jungs hat einfach das verdiente Glück gefehlt. Kopf hoch, ihr habt prima gespielt und es gibt immer ein Wiedersehen. Nun lassen wir die Saison ausklingen und stellen uns den zwei kommenden Aufgaben und schauen, was am Ende dabei herraus springt. Viel Gesundheit wünsche ich auf diesem Weg unserem Stürmer, der sich zu Hause beim Rangeln mit der Familie verletzt hat und uns aber am Platz lautstark unterstützt hat. Auch der Spieler Achmed hat 90 Minuten mitgefiebert und wir freuen uns, wenn er bald wieder zur Mannschaft stößt. Genesungswünsche auch an unseren Gyrol, der sich in der Reha langsam wieder an die kommenden Aufgaben heranarbeitet.
Verfasser Herbert Kamp